Morbus Parkinson und Physiotherapie: Wie Bewegung den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann
- stefanolimone

- 22. Juli 2025
- 3 Min. Lesezeit
Was ist Morbus Parkinson?
Parkinson, auch als Morbus Parkinson oder idiopathisches Parkinson-Syndrom bekannt, ist eine chronisch fortschreitende, neurodegenerative Erkrankung des Gehirns. Weltweit sind rund 10 Millionen Menschen betroffen, in der Schweiz über 15'000. Parkinson tritt meist nach dem 60. Lebensjahr auf und betrifft Männer etwas häufiger als Frauen.
Die Krankheit führt zum schrittweisen Verlust bestimmter Nervenzellen – insbesondere der sogenannten Substantia nigra –, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Ein Dopaminmangel beeinflusst die Bewegungssteuerung und führt zu typischen motorischen Symptomen wie Zittern (Tremor), Muskelsteifheit (Rigor) und Bewegungsverlangsamung (Bradykinese).

Symptome von Parkinson
Motorische Symptome:
Bewegungsverlangsamung (Bradykinese): Alltägliche Bewegungen werden mühsam und langsam.
Muskelsteifheit (Rigor): Verspannte Muskulatur führt zu Bewegungseinschränkungen.
Ruhezittern (Tremor): Vor allem in Händen und Armen bei Inaktivität.
Haltungsinstabilität: Gleichgewichtsstörungen und Sturzgefahr in späteren Stadien.
Nicht-motorische Symptome:
Psychische Belastungen: Depressionen, Schlafstörungen, Angst.
Vegetative Beschwerden: Verdauungsprobleme, Blutdruckschwankungen.
Kognitive Einschränkungen: Gedächtnisstörungen im späteren Verlauf.
Verlauf und Diagnose
Parkinson verläuft schleichend und individuell sehr unterschiedlich. Erste Anzeichen können einseitiges Zittern, Verspannungen im Nacken oder Riechstörungen sein. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch den Neurologen anhand klinischer Symptome und neurologischer Tests. Bildgebende Verfahren wie MRT oder DAT-Scan können ergänzend eingesetzt werden.
Atypische Parkinsonsyndrome
Neben dem klassischen Morbus Parkinson existieren atypische Parkinson-Syndrome, bei denen ähnliche Symptome auftreten, der Verlauf aber meist schneller und die Prognose ungünstiger ist.
Physiotherapie bei Parkinson: Ein zentraler Therapiebaustein
Bei PhysioBasel unterstützen wir Betroffene von Parkinson durch gezielte physiotherapeutische Massnahmen, die individuell auf den Krankheitsverlauf und die Lebenssituation abgestimmt werden.

Warum ist Physiotherapie so wichtig?
Die Physiotherapie hilft dabei:
Beweglichkeit zu erhalten oder zu verbessern
Muskelsteifheit zu reduzieren
Gangbild, Haltung und Gleichgewicht zu schulen
Stürzen vorzubeugen
Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten
Ziele der physiotherapeutischen Behandlung bei Parkinson:
Förderung der Mobilität: Regelmässige Bewegung aktiviert die Dopaminproduktion und verlangsamt den Krankheitsverlauf.
Verbesserung der Körperwahrnehmung: Durch gezielte Übungen wird das Bewegungsbewusstsein gestärkt.
Gang- und Balancetraining: Zur Verbesserung der Gehfähigkeit und zur Sturzprävention.
Atem- und Entspannungstechniken: Unterstützen die Atemfunktion und fördern das Wohlbefinden.
Stärkung der Rumpfmuskulatur: Zur Verbesserung der Haltung und Koordination.
Parkinson-Therapie bei PhysioBasel: Unsere Herangehensweise
Unsere spezialisierten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten entwickeln mit Ihnen gemeinsam ein individuelles Behandlungskonzept. Wir arbeiten nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und integrieren:
In enger Zusammenarbeit mit Ärzt:innen und anderen Fachpersonen aus der Neurorehabilitation helfen wir Ihnen, aktiv zu bleiben und Ihre Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Frühzeitig starten – langfristig profitieren
Eine frühzeitig begonnene Physiotherapie kann die Selbstständigkeit und Lebensqualität deutlich verbessern. Auch während der sogenannten Honeymoon-Phase, in der Medikamente gut wirken, ist Bewegung entscheidend, um den Verlauf positiv zu beeinflussen.
Fazit: Bewegung ist Medizin
Die Parkinson-Krankheit ist zwar nicht heilbar, doch mit einer gezielten physiotherapeutischen Behandlung können Betroffene Mobilität, Unabhängigkeit und Lebensfreude langfristig erhalten. Bei PhysioBasel begleiten wir Sie kompetent, individuell und empathisch auf Ihrem Weg, lernen Sie jetzt unser Team kennen.
Sie oder ein Angehöriger sind betroffen?
Kontaktieren Sie PhysioBasel für ein unverbindliches Beratungsgespräch. Gemeinsam finden wir den passenden Therapieplan – damit Sie aktiv bleiben.
👉 Jetzt Termin vereinbaren📍 PhysioBasel – Ihre Praxis für neurologische Physiotherapie in Basel
❓ Wie hilft Physiotherapie bei Parkinson?
Physiotherapie unterstützt Menschen mit Parkinson dabei, Beweglichkeit, Gleichgewicht und Selbstständigkeit zu erhalten. Sie wirkt gezielt gegen Steifheit, Haltungsinstabilität und Gangunsicherheit.
❓ In welchem Stadium ist Physiotherapie sinnvoll?
Am besten beginnt man bereits im frühen Stadium mit Physiotherapie. Auch im fortgeschrittenen Verlauf kann sie helfen, die Lebensqualität zu verbessern und Stürzen vorzubeugen.
❓ Wird Physiotherapie bei Parkinson von der Krankenkasse übernommen?
Ja, mit einer ärztlichen Verordnung wird die physiotherapeutische Behandlung in der Regel von der Grundversicherung der Krankenkasse gedeckt.
❓ Brauche ich eine Überweisung für PhysioBasel?
Für eine physiotherapeutische Behandlung benötigen Sie in der Regel eine ärztliche Verordnung. Gerne beraten wir Sie, wie Sie am besten vorgehen.
❓ Gibt es spezialisierte Parkinson-Therapeuten bei PhysioBasel?
Ja. Unser Team verfügt über fundierte Erfahrung in der neurologischen Physiotherapie und arbeitet nach modernen Konzepten wie LSVT BIG®, Bobath u. a.



Kommentare