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Inkontinenz nach der Prostata-OP: Was Physiotherapie wirklich bewirken kann

Prostata OP wir sind für Sie da

Die meisten Männer erfahren erst nach der Operation, dass sie einen Beckenboden haben. Bei PhysioBasel helfen wir Ihnen, ihn wieder unter Kontrolle zu bringen.

Eine Prostataoperation ist ein grosser Eingriff. Die Diagnose, die Entscheidung zur OP, der Eingriff selbst – das alles kostet Kraft. Und dann, wenn man eigentlich aufatmen möchte, kommt eine Nebenwirkung, über die kaum jemand offen spricht: Harninkontinenz.

Viele Männer sind davon überrascht. Und viele schämen sich. Dabei ist es medizinisch betrachtet eine fast unvermeidliche Folge des Eingriffs – und in den meisten Fällen sehr gut behandelbar.

Physiotherapie, gezielt eingesetzt, macht dabei einen enormen Unterschied.


Warum kommt es nach einer Prostata-OP zur Inkontinenz?

Bei einer radikalen Prostatektomie – also der vollständigen Entfernung der Prostata – wird in der Regel ein Teil des inneren Blasenschließmuskels durchtrennt. Dieser Muskel hat bis dahin still und zuverlässig seinen Dienst getan, ohne dass man je darüber nachdenken musste.

Nach der OP ist die gewohnte Automatik unterbrochen. Der Beckenboden muss nun aktiv übernehmen, was vorher passiv funktioniert hat. Das Problem: Die wenigsten Männer wissen überhaupt, wo ihr Beckenboden ist – geschweige denn, wie man ihn bewusst anspannt.

Die häufigsten Beschwerden nach dem Eingriff:

  • Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport (Belastungsinkontinenz)

  • Plötzlicher, starker Harndrang, dem man kaum nachgeben kann (Dranginkontinenz)

  • Häufiges nächtliches Wasserlassen (Nykturie)

  • Erektile Dysfunktion

All das ist belastend – körperlich und psychisch. Aber: Es ist behandelbar.


Erektile Dysfunktion nach der Prostata-OP – ein Thema, das selten offen besprochen wird

Neben der Inkontinenz ist erektile Dysfunktion eine der häufigsten und belastendsten Folgen einer Prostataoperation. Während über Harnverlust zumindest im medizinischen Umfeld offen gesprochen wird, bleibt die Frage nach der Erektion für viele Männer ein stilles Tabuthema – gegenüber dem Arzt, der Partnerin oder dem Partner, und oft auch gegenüber sich selbst.

Das ist verständlich. Aber es ist schade, denn: Auch hier kann Physiotherapie einen echten Unterschied machen.


Warum kommt es zur erektilen Dysfunktion? Bei der Prostataentfernung verlaufen empfindliche Nervenbahnen direkt neben der Prostata, die für die Erektion mitverantwortlich sind. Selbst bei nervenerhaltender Operationstechnik können diese Nerven vorübergehend oder dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Hinzu kommen Durchblutungsveränderungen im Beckenbereich und – nicht zu unterschätzen – die psychische Belastung durch die Krebserkrankung selbst.


Was kann Physiotherapie beitragen? Die Beckenbodenmuskulatur spielt eine zentrale Rolle bei der Erektion: Sie reguliert den Blutfluss in den Schwellkörpern und hält ihn aufrecht. Ein gezielt trainierter, gut durchbluteter Beckenboden ist deshalb eine wichtige Grundlage für die Wiedererlangung der Erektionsfähigkeit.

Dabei gilt eine wichtige Reihenfolge: Zuerst Kontinenz, dann Erektion. Beides wird von Anfang an parallel trainiert – aber die Kontinenz muss die Basis sein, da die Wiedererlangung der Erektionsfunktion noch mehr Muskelkraft und Körperwahrnehmung verlangt.

In der Praxis kombinieren wir bei PhysioBasel gezieltes Beckenbodentraining mit der


INDIBA Radiofrequenztherapie, die die Durchblutung im Beckenbereich tief ins Gewebe anregt – eine wertvolle Ergänzung, gerade wenn Narbengewebe oder Nervenirritationen die natürliche Erholung bremsen. Ergänzend setzen wir wenn sinnvoll Elektrostimulation und Biofeedback ein, um die richtigen Muskelgruppen gezielt zu aktivieren und den Therapieerfolg sichtbar zu machen.

Die Forschung zeigt: Physiotherapie in Kombination mit anderen Massnahmen – teils auch medikamentöser Unterstützung durch den Urologen – verbessert die Erektionsfähigkeit nachweislich. Es braucht Geduld und Konsequenz. Aber es lohnt sich.

Und vor allem: Sie müssen nicht schweigen. Bei PhysioBasel ist dieses Thema willkommen.


Was sagt die Forschung?

Die Zahlen sind eindeutig. Eine Studie der Universitätsklinik Leuven zeigte: Männer, die nach der Prostata-OP konsequentes Beckenbodentraining mit therapeutischer Begleitung absolvierten, waren nach drei Monaten zu 88 Prozent wieder kontinent. In der Kontrollgruppe ohne gezielte Therapie waren es lediglich 56 Prozent.

Nach einem Jahr verloren 95 Prozent der trainierten Patienten keinen Harn mehr – gegenüber 81 Prozent in der Vergleichsgruppe.

Kurz gesagt: Wer mit Fachbegleitung trainiert, kommt schneller und sicherer ans Ziel.


Was passiert in der Beckenbodentherapie bei PhysioBasel?

Beckenbodentherapie ist kein einfaches Gymnastikprogramm. Sie erfordert Fachwissen, Einfühlungsvermögen – und eine Zusatzausbildung, die weit über die physiotherapeutische Grundausbildung hinausgeht.

Bei uns beginnt alles mit einem ausführlichen Erstgespräch. Wir nehmen uns Zeit, um Ihre Geschichte, Ihre Beschwerden und Ihre Ziele zu verstehen – ohne Zeitdruck, ohne Standardprogramm.


Was die Therapie umfasst:

Körperwahrnehmung als Grundlage Bevor man den Beckenboden trainieren kann, muss man ihn spüren. Das klingt einfach, ist es aber nicht – besonders wenn dieser Bereich durch OP, Katheter und Schmerzen lange belastet war. Wir arbeiten gezielt daran, die Verbindung zum eigenen Körper wiederherzustellen.

Gezielte Kräftigung und Entspannung Der Beckenboden braucht beides: Er muss anspannen können, wenn Druck entsteht – und loslassen können, wenn keine Belastung da ist. Ein chronisch verspannter Beckenboden ist genauso problematisch wie ein schwacher. Wir arbeiten an beidem.

Biofeedback-gestütztes Training Mit Hilfe von Biofeedback-Geräten können wir sichtbar machen, ob die richtigen Muskeln angesteuert werden. Das ist besonders wertvoll zu Beginn der Therapie, wenn das Körpergefühl noch fehlt.

INDIBA RadiofrequenztherapieBei PhysioBasel setzen wir ergänzend die INDIBA Radiofrequenztherapie ein – eine medizinisch anerkannte Methode, die tief in das Gewebe wirkt. Über hochfrequente elektromagnetische Wellen wird die Durchblutung im Beckenbereich gezielt angeregt, Entzündungen werden reduziert und die Gewebereparatur beschleunigt.

Für die Behandlung des männlichen Beckenbodens kann die INDIBA-Sonde auch rektal eingeführt werden. Das ermöglicht eine direkte, präzise Einwirkung auf die Beckenbodenmuskulatur und den Schließmuskelbereich von innen – gerade bei Männern nach einer Prostata-OP ein entscheidender Vorteil, da die betroffenen Strukturen so gezielter erreicht werden können.

Die Behandlung ist schmerzfrei, wird von den Patienten gut vertragen und zeigt in Kombination mit aktivem Beckenbodentraining deutlich schnellere Fortschritte als Training allein.

Osteopathie als ergänzende Methode Der Beckenboden arbeitet nie allein. Er ist eingebettet in ein komplexes System aus Faszien, Gelenken, Organen und Wirbelsäule – und all das beeinflusst sich gegenseitig. Genau hier setzt die Osteopathie an.

Bei PhysioBasel integrieren wir osteopathische Techniken ergänzend zur Beckenbodentherapie, wenn wir feststellen, dass Spannungen oder Einschränkungen ausserhalb des Beckenbodens die Rehabilitation bremsen. Das können Blockierungen in der Lendenwirbelsäule sein, Einschränkungen in der Beweglichkeit der Hüftgelenke, Verspannungen im Zwerchfell oder Vernarbungen im Bauchraum nach der OP.

Mit sanften, manuellen Griffen wird die Beweglichkeit der betroffenen Strukturen wiederhergestellt – sodass das eigentliche Beckenbodentraining überhaupt seine volle Wirkung entfalten kann. Osteopathie ersetzt das aktive Training nicht, macht es aber oft erst wirklich effektiv.

Atem- und Haltungsschulung Atmung, Körperhaltung und Beckenboden hängen eng zusammen. Wer falsch atmet oder zusammengesunken sitzt, belastet den Beckenboden ständig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie im Alltag – beim Heben, beim Husten, beim Sport – richtig vorgehen.

Eigenübungen für zu Hause Was in der Praxis gelernt wird, muss im Alltag verankert werden. Sie erhalten ein individuell abgestimmtes Übungsprogramm, das Sie eigenständig weiterführen können.


Wann soll man mit der Therapie beginnen?

Am besten: noch vor der Operation.

Wer seinen Beckenboden kennt, bevor er operiert wird, hat nach dem Eingriff einen entscheidenden Vorteil. Die Muskeln sind bereits aktiviert, das Körpergefühl ist vorhanden – die Rehabilitation geht deutlich schneller.

Falls das nicht möglich war: So früh wie möglich nach der OP einsteigen. Meist kann – nach Absprache mit dem Urologen – direkt nach der Katheterentfernung mit der Therapie begonnen werden.

Und selbst wenn die Operation schon länger zurückliegt: Es ist nie zu spät. Beckenbodenmuskeln lassen sich auch Monate oder Jahre nach einem Eingriff noch gezielt trainieren.


Die Krankenkasse übernimmt die Kosten

Mit einer ärztlichen Verordnung – ausgestellt vom Urologen oder Hausarzt – werden die Kosten der Beckenbodentherapie von der Grundversicherung übernommen. Sprechen Sie Ihren Arzt aktiv darauf an. Wenn er es nicht von sich aus erwähnt: Fragen Sie nach einer Verordnung für Beckenbodenphysiotherapie.


Warum PhysioBasel?

Wir behandeln Männer nach Prostata-Operationen mit dem Respekt, den dieses Thema verdient. Kein Kommentar, keine Wertung – nur fachliche Kompetenz und ein offenes Ohr.

Beckenbodenprobleme sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind eine medizinische Realität, die behandelt werden kann. Und wir sind da, um genau das zu tun.

Niemand muss mit einer Windel herumlaufen. Und niemand muss alleine damit klarkommen.


Möchten Sie einen Termin vereinbaren oder haben Sie Fragen zur Therapie? Melden Sie sich bei uns – per Telefon, E-Mail oder direkt Online. Wir beraten Sie gern, auch vorab und unverbindlich.

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