Neurologische Physiotherapie nach einem Schlaganfall: zurück in den Alltag
Nach einem Schlaganfall kann etwas Alltägliches plötzlich zur Herausforderung werden: vom Sofa aufstehen, die Jacke anziehen, eine Tasse halten oder den Weg zur nächsten Tramhaltestelle bewältigen. Vielleicht funktioniert ein Bein noch nicht zuverlässig. Vielleicht fühlt sich eine Hand fremd an. Oder Sie sind nach wenigen Aktivitäten erschöpft, obwohl Sie früher selbstverständlich einen ganzen Tag unterwegs waren.
Neurologische Physiotherapie nach einem Schlaganfall hilft dabei, solche Fähigkeiten gezielt zu üben und möglichst viel Selbstständigkeit zurückzugewinnen. Bei PhysioBasel in Basel steht dabei Ihr persönlicher Alltag im Mittelpunkt. Gemeinsam schauen wir, was Ihnen aktuell schwerfällt, was bereits gelingt und welche nächsten Schritte für Sie sinnvoll sind.
Unsere Spezialistin Hannah Zinser, Physiotherapeutin BSc, begleitet Menschen mit neurologischen Einschränkungen. Sie absolviert aktuell einen Master of Advanced Studies (MAS) im Bereich Neurophysiotherapie und vertieft ihr Wissen in der neurologischen Rehabilitation.
Hannah Zinser: unsere Spezialistin für neurologische Physiotherapie
Ein Schlaganfall betrifft jeden Menschen anders. Deshalb braucht die Behandlung ein genaues Verständnis Ihrer Bewegungsprobleme und Ihrer Lebenssituation. Hannah Zinser verbindet ihre physiotherapeutische Ausbildung mit einem besonderen Schwerpunkt auf neurologischer Physiotherapie. In ihrem laufenden MAS beschäftigt sie sich vertieft mit diesem Fachgebiet.
Hannah legt Wert auf eine evidenzorientierte Behandlung und eine verständliche Zusammenarbeit: Sie sollen nachvollziehen können, weshalb eine Bewegung untersucht wird, was eine Übung bewirken soll und wie die Therapie zu Ihren Zielen passt. Ihr Bachelorabschluss in Physiotherapie und ihr aktuelles Weiterbildungsstudium bilden die Grundlage ihrer fachlichen Entwicklung.
Für Betroffene und Angehörige ist dabei eine konkrete Frage besonders hilfreich: Was würde Ihren Alltag im Moment am meisten erleichtern? Vielleicht möchten Sie sicherer ins Badezimmer gelangen. Vielleicht wieder selbst eine Mahlzeit vorbereiten oder ohne ständige Angst vor einem Sturz unterwegs sein. Solche Anliegen geben der Therapie eine Richtung.
Mehr über Hannahs Ausbildung und ihren beruflichen Hintergrund erfahren Sie in der Vita von Hannah Zinser.

Was verändert sich durch einen Schlaganfall?
Bei einem Schlaganfall, auch Hirnschlag genannt, wird ein Teil des Gehirns durch eine Durchblutungsstörung oder eine Blutung geschädigt. Welche Folgen auftreten, hängt unter anderem davon ab, welche Hirnbereiche betroffen sind.
Mögliche Einschränkungen betreffen Kraft, Bewegungssteuerung, Gleichgewicht und Wahrnehmung. Eine Körperseite kann deutlich schwächer sein. Auch Sprache, Aufmerksamkeit oder das räumliche Orientierungsvermögen können sich verändern. Manche Folgen sieht man von aussen sofort, andere bleiben zunächst unsichtbar. Deshalb kann eine Person bereits wieder einige Schritte gehen und trotzdem erhebliche Schwierigkeiten im Alltag haben. [1]
Die neurologische Physiotherapie bei PhysioBasel richtet sich besonders auf Bewegung, Mobilität und körperliche Belastbarkeit. Bei zusätzlichen Schwierigkeiten arbeiten in der Rehabilitation verschiedene Berufsgruppen zusammen, beispielsweise Medizin, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie. [2]
Neuroplastizität: weshalb gezieltes Üben nach dem Schlaganfall sinnvoll ist
Das Nervensystem kann sich durch Lernen und Erfahrung verändern. Diese Anpassungsfähigkeit wird als Neuroplastizität bezeichnet. In der Rehabilitation werden Bewegungen und Tätigkeiten deshalb gezielt wiederholt und an die vorhandenen Fähigkeiten angepasst.
Ein Beispiel: Wenn das Aufstehen von einem Stuhl schwierig ist, können zunächst einzelne Bestandteile geübt werden. Dazu gehören etwa die Vorbereitung der Bewegung, das Verlagern des Körpergewichts und das kontrollierte Aufrichten. Im Verlauf wird die Aufgabe so verändert, dass sie besser zum Alltag passt.
Entscheidend sind Aufgaben, die für Sie bedeutsam sind und regelmässig in einer passenden Schwierigkeit geübt werden. Das kann anstrengend sein; die Belastung wird zugleich an Ihre gesundheitliche Situation angepasst. Welche Fortschritte möglich sind, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Auch die Unterstützung durch Hilfsmittel oder neue Bewegungsstrategien kann zu mehr Selbstständigkeit beitragen. [3]
Welche Ziele kann die Physiotherapie nach einem Schlaganfall verfolgen?
Die Diagnose allein beschreibt noch kein persönliches Therapieziel. Wir möchten wissen, was Sie wieder tun möchten und welche Unterstützung Sie dafür brauchen. Mögliche Ziele sind:
Sicherer vom Bett aufstehen und sich auf einen Stuhl umsetzen.
In der Wohnung oder draussen mit mehr Sicherheit gehen.
Treppen, Richtungswechsel und kleine Hindernisse bewältigen.
Den betroffenen Arm im Alltag besser einsetzen.
Mehr Ausdauer für Einkäufe, Spaziergänge oder Besuche entwickeln.
Schmerzen und Bewegungseinschränkungen besser bewältigen.
Angehörigen sichere Unterstützung im Alltag ermöglichen.
Ein Ziel darf klein beginnen. Wer den Weg vom Schlafzimmer zur Küche mit weniger Hilfe schafft, gewinnt bereits einen wichtigen Teil seines Alltags zurück. Wir besprechen gemeinsam, woran Sie einen Fortschritt erkennen würden. So bleibt die Behandlung für Sie verständlich und persönlich relevant.
So beginnt die neurologische Physiotherapie bei PhysioBasel
1. Ihre Situation verstehen
Am Anfang stehen das Gespräch und eine sorgfältige Befundaufnahme. Wann war der Schlaganfall? Welche Behandlungen haben bereits stattgefunden? Wie wohnen Sie, welche Wege müssen Sie zurücklegen und welche Tätigkeiten sind Ihnen wichtig?
Auch Schmerzen, Stürze, Schwindel, Erschöpfung und Ihre bisherigen Erfahrungen mit Übungen gehören dazu. Wenn Sprechen oder Erinnern schwerfällt, können Angehörige mit Ihrem Einverständnis unterstützen.
2. Bewegung und Sicherheit untersuchen
Je nach Situation beurteilen wir beispielsweise das Sitzen und Stehen, die Kraft und Koordination, das Aufstehen, die Gehfähigkeit und den Einsatz von Arm und Hand. Auch vorhandene Gehhilfen oder Orthesen werden in die Planung einbezogen.
Passende Funktionstests können helfen, den Ausgangspunkt festzuhalten und Veränderungen im Verlauf sichtbar zu machen. Dabei geht es etwa darum, welche Unterstützung beim Gehen nötig ist oder wie eine alltagsnahe Aufgabe gelingt. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von Ihren Möglichkeiten ab. [13]
3. Einen nachvollziehbaren Therapieplan vereinbaren
Aus Ihren Zielen und den Untersuchungsergebnissen entsteht ein individueller Plan. Sie erfahren, woran wir arbeiten, wie Sie zu Hause mitüben können und wann wir die Ziele erneut überprüfen.
Ein beispielhaftes Ziel könnte lauten: «Ich möchte wieder vom Esstisch aufstehen und mit meinem Hilfsmittel sicher bis zur Wohnungstür gehen.» An einem solchen Ziel lässt sich konkret besprechen, was bereits klappt und welcher Teil noch Unterstützung braucht.
Welche Inhalte gehören zur Schlaganfall-Rehabilitation?
Gehen und Aufstehen gezielt trainieren
Beim Gehen arbeiten Kraft, Gleichgewicht, Bewegungssteuerung und Ausdauer zusammen. Eine Therapie kann daher verschiedene Teile der Bewegung aufgreifen: den Übergang vom Sitzen zum Stehen, das Belasten eines Beins, das Setzen des nächsten Schritts oder das kontrollierte Anhalten.
Geübt werden Aufgaben, die zu Ihrer aktuellen Situation passen. Später können längere Strecken, Richtungswechsel oder Treppen dazukommen. Eine geeignete Gehhilfe oder Orthese kann Sicherheit und Mobilität unterstützen. Ihr Nutzen wird individuell beurteilt und im Verlauf überprüft. [4]
Für Ihren Alltag kann beispielsweise entscheidend sein, an einer engen Stelle vorbeizukommen, sich vor einem Stuhl umzudrehen oder eine Pause rechtzeitig einzuplanen. Solche konkreten Anforderungen besprechen wir mit Ihnen.
Gleichgewicht und Vertrauen in Bewegung aufbauen
Unsicherheit beim Stehen oder Angst vor einem Sturz können dazu führen, dass Sie sich weniger zutrauen. Im geschützten Rahmen lässt sich untersuchen, welche Situationen schwierig sind und welche Unterstützung Ihnen Sicherheit gibt.
Je nach Befund gehören dazu Übungen für Rumpfkontrolle, Gleichgewicht im Sitzen oder Stehen und das kontrollierte Verlagern des Körpergewichts. Die Aufgaben werden an Ihre Fähigkeiten angepasst. [14]
Zu Hause sollten Sie Gleichgewichtsaufgaben nur in der vereinbarten Form durchführen. Wir klären mit Ihnen, wo eine stabile Abstützung nötig ist und bei welchen Tätigkeiten eine Begleitperson helfen sollte. Das Ziel ist ein Übungsrahmen, den Sie verstehen und sicher umsetzen können.
Arm und Hand im Alltag wieder einbeziehen
Ein schwacher oder schwer steuerbarer Arm verändert viele Handlungen: waschen, anziehen, etwas festhalten oder eine Tür öffnen. In der Therapie können Greifen, Loslassen, Führen und Abstützen in geeigneten Aufgaben geübt werden.
Manchmal beginnt das mit einer unterstützten Bewegung. Später kann es um das kontrollierte Bewegen eines Gegenstands oder eine Handlung mit beiden Händen gehen. Die Auswahl richtet sich nach Kraft, Beweglichkeit, Wahrnehmung und dem konkreten Ziel. Für feinmotorische und komplexe Alltagstätigkeiten kann die Zusammenarbeit mit der Ergotherapie sinnvoll sein. [5]
Bei Schulterbeschwerden wird zuerst geprüft, welche Faktoren den Schmerz beeinflussen. Lassen Sie sich zeigen, wie der betroffene Arm beim Sitzen, Liegen und bei Transfers unterstützt werden kann. Angehörige sollten ihn nicht als Griff zum Hochziehen benutzen. [6]
Kraft und Ausdauer schrittweise entwickeln
Eine bessere körperliche Belastbarkeit kann helfen, mehr vom Tag aktiv zu gestalten. Geeignete Kräftigung und angepasstes Ausdauertraining sind deshalb mögliche Bestandteile der Rehabilitation.
Welche Form infrage kommt, hängt von Ihrer medizinischen Situation, Ihren Fähigkeiten und Ihren Zielen ab. Die Belastung wird fachlich geplant und bei Bedarf mit dem ärztlichen Behandlungsteam abgestimmt. Neben gezielter Kräftigung bleibt das Üben der gewünschten Alltagshandlung wesentlich. [2]
Ein praktisches Ziel könnte beispielsweise sein, einen kurzen Spaziergang mit einer gut planbaren Pause zu bewältigen. Daraus lässt sich ein verständlicher Aufbau ableiten, der sich an Ihrer tatsächlichen Belastbarkeit orientiert.
Spastik und eingeschränkte Beweglichkeit berücksichtigen
Nach einem Schlaganfall kann die Regulation der Muskelspannung verändert sein. Bei einer Spastik reagieren Muskeln insbesondere auf schnelle Dehnung übermässig; Bewegungen können dadurch steifer oder schwieriger werden. Auch Schmerzen, Lagerung oder die Pflege einer Hand können betroffen sein.
Die Behandlung richtet sich nach den konkreten Problemen. Mögliche Ziele sind eine angenehmere Position, eine besser nutzbare Beweglichkeit oder eine Erleichterung bei alltäglichen Handlungen. Bei ausgeprägten Beschwerden ist eine gemeinsame Beurteilung mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt sinnvoll. [7]
Wenn sich die Muskelspannung deutlich verändert oder neue Schmerzen auftreten, sprechen Sie das an. Eine Übung sollte überprüft und angepasst werden, wenn sie Beschwerden verstärkt.
Fatigue: mit Erschöpfung nach dem Schlaganfall umgehen
Manche Betroffene berichten, dass schon ein Gespräch, eine Dusche oder ein kurzer Ausflug sehr viel Energie kostet. Eine solche ausgeprägte Erschöpfung kann als Fatigue nach Schlaganfall auftreten – auch dann, wenn äusserlich nur wenige Einschränkungen erkennbar sind.
In der Therapie werden Belastung, Erholung und Tagesablauf berücksichtigt. Hilfreich können geplante Pausen, passende Tageszeiten und ein schrittweiser Aktivitätsaufbau sein. Auch Angehörige profitieren davon, die Erschöpfung besser einordnen zu können.
Besprechen Sie anhaltende oder zunehmende Müdigkeit ebenfalls ärztlich. Schlafprobleme, Schmerzen, Medikamente oder andere behandelbare Faktoren können zusätzlich eine Rolle spielen. [8]
Nach der Rehaklinik: den Übergang in den Alltag gestalten
Zu Hause stellen sich oft neue Fragen. Der eigene Sessel ist tiefer als der Stuhl in der Klinik. Der Weg zum Badezimmer ist enger. Für den Einkauf braucht es mehr Ausdauer als für einen kurzen Gang auf dem Stationsflur.
Bei weiterbestehenden Zielen kann ambulante neurologische Physiotherapie an die bisherige Rehabilitation anknüpfen. Vorhandene Berichte und Empfehlungen helfen dabei, den Übergang sinnvoll zu gestalten. Welche Behandlung gebraucht wird und in welcher Umgebung sie stattfinden sollte, richtet sich nach der individuellen Situation. [9]
Wenn der Weg in die Praxis gesundheitlich schwierig ist, können Sie sich nach einer Domizilbehandlung in Basel und Umgebung erkundigen. PhysioBasel bietet Physiotherapie zu Hause an. Ob eine Domizilbehandlung in Ihrem Fall möglich ist, klären wir gemeinsam unter Berücksichtigung von Verordnung, Wohnort und Verfügbarkeit.
Was können Sie zwischen den Therapieterminen tun?
Ein persönliches Übungsprogramm sollte zu Ihrem Alltag passen. Die folgenden Punkte helfen bei der Planung; die konkreten Bewegungen und die Belastung werden individuell mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten vereinbart:
Eine überschaubare Aufgabe wählen: Was möchten Sie gezielt üben, und worauf sollen Sie dabei achten?
Die Umgebung vorbereiten: Ist der Platz geeignet, und steht die vereinbarte Unterstützung bereit?
Übungszeiten festlegen: Wann sind Sie erfahrungsgemäss aufnahmefähig und ausreichend erholt?
Rückmeldungen sammeln: Was klappt, was ist schwierig, und treten Schmerzen oder ungewöhnliche Beschwerden auf?
Das Programm anpassen lassen: Eine Aufgabe darf verändert werden, wenn sie zu leicht, zu schwer oder im Alltag unpraktisch wird.
Bringen Sie Ihre Fragen zum nächsten Termin mit. Die Rückmeldung «Diese Übung funktioniert zu Hause nicht wie in der Praxis» ist wertvoll: Sie hilft uns, die Aufgabe gemeinsam alltagstauglicher zu gestalten.
Wie Angehörige unterstützen können
Als Angehörige möchten Sie helfen und zugleich nichts falsch machen. Sie müssen diese Verantwortung nicht allein tragen. Lassen Sie sich sichere Unterstützung beim Aufstehen, Gehen oder Positionieren zeigen und besprechen Sie, welche Aufgaben Sie tatsächlich übernehmen können.
Geben Sie der betroffenen Person Zeit, eine Bewegung selbst zu beginnen. Fragen Sie, welche Hilfe gewünscht ist. Auch eigene Belastungsgrenzen, Beruf und Erholungszeiten dürfen in der Planung Platz haben. Die Bedürfnisse von Angehörigen gehören zu einer guten Begleitung nach dem Schlaganfall. [10]
Hilfreich kann eine gemeinsam vorbereitete Frage für den nächsten Termin sein: «An welcher Stelle sollen wir unterstützen – und was kann bereits selbst ausprobiert werden?» So entstehen konkrete Absprachen für den Alltag.
Sind auch Monate oder Jahre nach dem Schlaganfall Fortschritte möglich?
Eine starre zeitliche Grenze für sinnvolle Rehabilitation gibt es nicht. Auch später können neue Ziele entstehen oder bisherige Schwierigkeiten erneut behandelt werden. Entscheidend ist, welche Einschränkungen bestehen und welchen Nutzen eine weitere Therapiephase erwarten lässt.
Möglicherweise geht es um eine bessere Gehfähigkeit. Vielleicht haben sich die Wohnsituation oder die Anforderungen im Alltag verändert. Auch der Umgang mit verbleibenden Einschränkungen kann ein sinnvolles Ziel sein. Die Entwicklung verläuft individuell und lässt sich nicht auf ein festes Datum reduzieren. [12]
Wenn Sie sich fragen, ob eine erneute Behandlung sinnvoll wäre, ist eine fachliche Einschätzung hilfreich. Gemeinsam lassen sich aktuelle Möglichkeiten und realistische Ziele besprechen.
Häufige Fragen zur Physiotherapie nach einem Schlaganfall
Wann sollte die Physiotherapie beginnen?
Die Rehabilitation beginnt möglichst früh, sobald die medizinische Situation es erlaubt. Nach der Entlassung sollte eine notwendige Anschlussbehandlung rechtzeitig geplant werden. Wann und in welcher Form trainiert wird, entscheidet das Behandlungsteam anhand Ihres Zustands. [2] [9]
Wie oft brauche ich neurologische Physiotherapie?
Die Häufigkeit richtet sich nach Ihren Zielen, Ihrer Belastbarkeit, dem Verlauf und weiteren Behandlungen. Dazu kommt das individuell vereinbarte Üben zwischen den Terminen. Eine pauschale Anzahl von Sitzungen passt nicht für alle Betroffenen. [9]
Muss ich schon selbstständig gehen können?
Nein. Auch Sitzen, Aufstehen, Umsetzen und vorbereitende Bewegungen können Therapieziele sein. Welche Unterstützung nötig ist und ob die Behandlung in der Praxis oder zu Hause sinnvoll ist, wird individuell beurteilt. [4] [9]
Kann Physiotherapie auch bei einer schwachen Hand helfen?
Arm und Hand können durch geeignete, wiederholte Aufgaben in die Behandlung einbezogen werden. Welche Bewegungen trainiert werden und ob zusätzlich Ergotherapie sinnvoll ist, hängt vom Befund und den Alltagszielen ab. [5]
Ist viel Erschöpfung nach einem Schlaganfall normal?
Fatigue kann nach einem Schlaganfall auftreten und sollte ernst genommen werden. Sprechen Sie an, wenn Aktivitäten Sie stark erschöpfen. Der Therapieplan kann angepasst werden; mögliche zusätzliche Ursachen werden bei Bedarf ärztlich abgeklärt. [8]
Wird neurologische Physiotherapie von der Krankenkasse übernommen?
Ärztlich verordnete, medizinisch notwendige Physiotherapie kann im Rahmen der geltenden Voraussetzungen über die Schweizer Grundversicherung abgerechnet werden. Franchise und Selbstbehalt sind zu berücksichtigen. Fragen zur Verordnung und Organisation klären wir gerne mit Ihnen. [11]
Bietet PhysioBasel auch Hausbesuche nach einem Schlaganfall an?
PhysioBasel bietet Domizilphysiotherapie in Basel und Umgebung an. Wenn Sie die Praxis gesundheitlich nicht erreichen können, kontaktieren Sie uns. Wir prüfen mit Ihnen, ob ein Hausbesuch möglich ist und welche Unterlagen benötigt werden.
Kann ich gezielt einen Termin bei Hannah Zinser anfragen?
Ja. Geben Sie bei Ihrer Anfrage an, dass Sie neurologische Physiotherapie nach einem Schlaganfall wünschen und einen Termin bei Hannah Zinser anfragen möchten. Unser Team klärt mit Ihnen die passende Terminmöglichkeit.
Neurologische Physiotherapie in Basel: Ihren nächsten Schritt planen
Vielleicht stehen Sie vor der Entlassung aus der Rehaklinik. Vielleicht sind Sie bereits zu Hause und merken, dass bestimmte Alltagssituationen weiterhin schwierig bleiben. Oder Sie möchten nach längerer Zeit erneut an einem konkreten Ziel arbeiten.
Hannah Zinser und das Team von PhysioBasel unterstützen Sie dabei, Ihre nächsten Therapieschritte zu planen. Für den Ersttermin sind vorhandene ärztliche Verordnungen, relevante Austrittsberichte, eine aktuelle Medikamentenliste und Ihre im Alltag verwendeten Hilfsmittel hilfreich. Notieren Sie sich gerne, welche zwei oder drei Tätigkeiten Ihnen besonders wichtig sind.
Sie erreichen uns unter 061 536 06 99 oder über unsere Kontakt- und Terminseite. Erwähnen Sie bei der Anfrage «neurologische Physiotherapie nach Schlaganfall» und Ihren Wunsch nach einer Behandlung bei Hannah Zinser.
Neue Schlaganfallsymptome: sofort 144 anrufen
Plötzlich auftretende einseitige Schwäche, Lähmung im Gesicht, Sprach- oder Sehstörungen, ein ungewohnt heftiger Kopfschmerz oder starker Schwindel mit Gehunfähigkeit sind mögliche Warnzeichen. Rufen Sie bei Verdacht auf einen erneuten Schlaganfall sofort den Notruf 144 an. Das gilt auch, wenn die Beschwerden nach kurzer Zeit wieder verschwinden. [1]
Über die Fachautorin
Hannah Zinser ist Physiotherapeutin BSc und unsere Spezialistin für neurologische Physiotherapie bei PhysioBasel. Aktuell absolviert sie einen Master of Advanced Studies (MAS) im Bereich Neurophysiotherapie. Ihr Schwerpunkt in diesem Beitrag ist die verständliche Einordnung der physiotherapeutischen Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Mehr über Hannah Zinser.
Fachliche Grundlagen und weiterführende Informationen
Die verlinkten Empfehlungen bilden die fachliche Grundlage dieses Beitrags. Untersuchung, Übungsauswahl und Belastung werden persönlich abgestimmt.
Stand: November 2026.

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