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Akupunktur bei Zyklus- und Wechseljahresbeschwerden in Basel


Akupunktur und TCM bei Menstruationsbeschwerden

Ob mit 25 oder mit 52 – der weibliche Zyklus und seine hormonellen Umstellungen begleiten Frauen ein ganzes Leben lang. Schmerzhafte Periode, ein unregelmässiger Zyklus, PMS-Stimmungstiefs in jüngeren Jahren – oder Hitzewallungen, Schlafprobleme und innere Unruhe in den Wechseljahren. Die Beschwerdebilder unterscheiden sich, doch sie haben eines gemeinsam: Sie entstehen durch hormonelle Schwankungen, mit denen der Körper mehr oder weniger gut zurechtkommt.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beschäftigt sich seit Jahrtausenden mit genau diesen Übergängen. Sie betrachtet weder die Menstruation noch die Wechseljahre als «Störung», die unterdrückt werden muss, sondern als natürliche Prozesse, die durch das richtige Mass an Wärme, Substanz und freiem Energiefluss in Balance gehalten werden können. Akupunktur ist dabei das zentrale Werkzeug.

In diesem Beitrag erfährst du, wie die TCM Zyklus- und Wechseljahresbeschwerden versteht, welche Diagnosemuster typischerweise dahinterstehen, welche Akupunkturpunkte zum Einsatz kommen – und was du bei PhysioBasel in Basel und Oberwil konkret erwarten kannst.



Warum hormonelle Beschwerden so unterschiedlich ausfallen

Keine zwei Zyklen sind gleich, und keine zwei Wechseljahre verlaufen identisch. Die eine Frau hat starke, krampfartige Schmerzen am ersten Zyklustag, die nächste kaum spürbare Beschwerden, aber ein PMS mit Reizbarkeit und Brustspannen in der zweiten Zyklushälfte. Die eine durchlebt die Perimenopause mit nächtlichen Schweissausbrüchen, die andere vor allem mit Erschöpfung und Gelenkschmerzen.

Aus westlicher Sicht liegt das an individuell unterschiedlichen Hormonschwankungen – vor allem bei Östrogen und Progesteron. Die TCM ergänzt diese Perspektive um ein energetisches Bild: Welche Organsysteme sind beteiligt, wo staut sich Qi, wo fehlt es an Substanz (Blut, Yin), wo ist zu viel Hitze oder zu viel Kälte im Spiel? Aus dieser Diagnose ergibt sich, warum dieselbe «Diagnose» – etwa Wechseljahresbeschwerden – bei zwei Frauen mit völlig unterschiedlichen Akupunkturpunkten behandelt wird. Der weibliche Zyklus aus Sicht der TCM

In der TCM sind drei Organsysteme für einen regelmässigen, beschwerdearmen Zyklus zentral:

Die Leber steuert den freien Fluss von Qi und speichert das Blut. Ist der Leber-Qi-Fluss gestört – meist durch Stress, unterdrückte Emotionen oder Erschöpfung – äussert sich das klassisch als PMS: Reizbarkeit, Brustspannen, Stimmungsschwankungen vor der Periode.

Die Nieren speichern das Jing, die konstitutionelle Essenz, aus der nach TCM-Verständnis auch die reproduktive Kraft hervorgeht. Eine Schwäche der Nieren-Energie zeigt sich oft in einem unregelmässigen Zyklus, schwacher Menstruation oder Schwierigkeiten beim Kinderwunsch.

Die Milz ist für die Bildung von Qi und Blut aus der Nahrung verantwortlich. Eine geschwächte Milz führt häufig zu schwacher, blasser Menstruationsblutung, Müdigkeit rund um die Periode und einer Tendenz zu wässrigen, unverdauten Stühlen.

Die vier Zyklusphasen werden in der TCM zudem unterschiedlichen energetischen Zuständen zugeordnet: Die Menstruation selbst gilt als «Entleerung» (Blut und Qi werden ausgeschieden), die Zeit danach als Phase des Wiederaufbaus von Blut und Yin, die Zeit um den Eisprung als Yang-Aufbau, und die zweite Zyklushälfte (prämenstruelle Phase) als Übergangsphase, die besonders anfällig für Qi-Stagnation ist – daher die Häufung von PMS-Symptomen genau in dieser Zeit.

Die häufigsten TCM-Diagnosemuster bei Zyklusbeschwerden

Leber-Qi-Stagnation (klassisches PMS)

Typisches Bild: Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl in der Brust, Blähungen und ein Gefühl innerer Anspannung in den Tagen vor der Periode. Oft begleitet von Kopfschmerzen oder Migräne kurz vor dem Einsetzen der Blutung. TCM-Erklärung: Die Leber kann ihre Aufgabe, Qi frei fliessen zu lassen, nicht erfüllen – häufig durch Stress, Überlastung oder unterdrückte Gefühle. Das gestaute Qi sucht sich seinen Weg über Reizbarkeit und körperliche Spannung. Behandlungsansatz: Regulation des Leber-Qi, Lösung der Stagnation, beruhigende und ausgleichende Punkte.

Blut-Stagnation (schmerzhafte Menstruation)

Typisches Bild: Krampfartige, stechende Schmerzen kurz vor oder während der Periode, oft mit dunklem Blut und Klumpen. Die Schmerzen lassen häufig nach, sobald der Blutfluss kräftiger wird. TCM-Erklärung: Blut und Qi stocken im Unterbauch – «wo kein freier Fluss, dort Schmerz» gilt auch hier. Kälte, Stress oder eine vorausgegangene Verletzung können diese Stagnation begünstigen. Behandlungsansatz: Bewegung von Qi und Blut, Auflösung der Stagnation, wärmende Methoden bei begleitender Kälte.

Milz-Qi-Mangel mit Blutschwäche

Typisches Bild: Schwache, helle oder kurze Menstruation, Müdigkeit und Energielosigkeit besonders während und nach der Periode, Heisshunger auf Süsses, manchmal weicher Stuhl. TCM-Erklärung: Die Milz kann nicht genügend Qi und Blut aus der Nahrung bilden – die Substanz für eine kräftige, regelmässige Menstruation fehlt. Behandlungsansatz: Stärkung von Milz-Qi, Aufbau von Blut, unterstützende Ernährungsempfehlungen.

Nieren-Schwäche (unregelmässiger Zyklus, Kinderwunschbegleitung)

Typisches Bild: Unregelmässiger Zyklus, sehr kurze oder sehr lange Zyklen, Schwäche im unteren Rücken, kalte Füsse, bei Kinderwunsch ausbleibender Erfolg trotz unauffälliger schulmedizinischer Befunde. TCM-Erklärung: Die Nieren als Quelle der reproduktiven Energie sind geschwächt – durch Überarbeitung, chronischen Stress, das natürliche Altern oder konstitutionelle Faktoren. Behandlungsansatz: Stärkung von Nieren-Yin und/oder Nieren-Yang je nach Ausprägung, Aufbau von Jing, oft begleitend über mehrere Zyklen hinweg.

Die Wechseljahre aus Sicht der TCM

Während die westliche Medizin die Menopause primär über den Abfall von Östrogen erklärt, beschreibt die TCM diesen Lebensabschnitt als eine natürliche Abnahme des Nieren-Jing – jener Essenz, die im Lauf des Lebens kontinuierlich verbraucht wird und um das 49. Lebensjahr (nach klassischer TCM-Zählung) merklich nachlässt.

Im Zentrum der Wechseljahresbeschwerden steht aus TCM-Sicht meist ein Nieren-Yin-Mangel. Das Yin – die kühlende, nährende, substanzielle Kraft des Körpers – nimmt ab. Ohne ausreichendes Yin kann das Yang (die wärmende, aktive Kraft) nicht mehr «gehalten» werden und steigt unkontrolliert nach oben. Das Ergebnis: Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen, innere Unruhe, ein Gefühl von «zu viel Hitze im Kopf» bei gleichzeitig oft kalten Füssen.

Diese Erklärung deckt sich auffallend gut mit dem, was viele Frauen aus eigener Erfahrung berichten: ein Wechsel zwischen Hitzewallungen und Frösteln, zwischen innerer Anspannung und Erschöpfung – ein Zustand, den die TCM als Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang exakt beschreibt.

Die häufigsten TCM-Diagnosemuster in den Wechseljahren

Nieren-Yin-Mangel mit aufsteigender Hitze

Typisches Bild: Hitzewallungen, die oft plötzlich auftreten und mit Schweissausbrüchen einhergehen, besonders nachts. Dazu Unruhe, Reizbarkeit, ein trockener Mund, manchmal Schwindel oder ein Gefühl von «innerer Hitze im Oberkörper» bei gleichzeitig kühlen Füssen. TCM-Erklärung: Das nährende, kühlende Nieren-Yin reicht nicht mehr aus, um das Yang zu binden – es kommt zu einer relativen Hitze, die nach oben steigt. Behandlungsansatz: Nährung des Nieren-Yin, Klärung der aufsteigenden Hitze, beruhigende Punkte für das Nervensystem.

Herz-Nieren-Disharmonie (Schlafprobleme, innere Unruhe)

Typisches Bild: Schwierigkeiten beim Einschlafen oder nächtliches Aufwachen, Herzklopfen, ein Gefühl von Rastlosigkeit, manchmal begleitet von leichter Ängstlichkeit oder Grübeln. TCM-Erklärung: Die Verbindung zwischen Herz und Nieren – in der TCM als «Feuer-Wasser-Achse» beschrieben – ist aus dem Gleichgewicht. Das Herz-Feuer kann nicht mehr ausreichend durch das Nieren-Wasser gekühlt werden. Behandlungsansatz: Beruhigung des Herzens, Stärkung des Nieren-Yin, Punkte zur Verbindung von Herz und Nieren.

Leber-Qi-Stagnation mit Blutmangel

Typisches Bild: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, ein Gefühl der Überforderung, manchmal begleitet von Gelenkschmerzen, trockener Haut oder brüchigen Haaren. TCM-Erklärung: Mit abnehmendem Blut und Yin verliert die Leber an Substanz, was die Tendenz zu Qi-Stagnation verstärkt – ein Muster, das sich oft schon aus PMS-Jahren fortsetzt. Behandlungsansatz: Aufbau von Blut, Regulation des Leber-Qi, sanfte, ausgleichende Behandlung.

Milz-Yang-Mangel (Gewichtszunahme, Erschöpfung, Verdauungsprobleme)

Typisches Bild: Müdigkeit, Gewichtszunahme trotz gleichbleibender Ernährung, Völlegefühl, Kälteempfindlichkeit, weicher Stuhl. TCM-Erklärung: Mit zunehmendem Alter und abnehmender Yang-Energie verlangsamt sich die Verdauungskraft der Milz – ein häufig übersehenes, aber gut behandelbares Muster in den Wechseljahren. Behandlungsansatz: Stärkung von Milz- und Nieren-Yang, wärmende Methoden wie Moxibustion, Ernährungsanpassung.

Akupunktur bei Zyklus- und Wechseljahresbeschwerden: Wie sie wirkt

Die TCM-Perspektive

Akupunktur setzt gezielt an den oben beschriebenen Mustern an: Sie kann Leber-Qi-Stagnationen lösen, das Nieren-Yin nähren, Blut und Qi bewegen oder aufsteigende Hitze klären – je nach individueller Diagnose. Ziel ist stets, das energetische Gleichgewicht zwischen Yin und Yang, zwischen den beteiligten Organsystemen wiederherzustellen.

Die westliche Erklärung

Auch aus neurophysiologischer Sicht gibt es Erklärungsansätze, die zunehmend erforscht werden:

Einfluss auf die Hypothalamus-Hypophysen-Ovarial-Achse: Es wird diskutiert, dass Akupunktur regulierend auf die hormonelle Steuerungsachse wirken kann, die Zyklus und Wechseljahre massgeblich beeinflusst.

Regulation des vegetativen Nervensystems: Hitzewallungen werden unter anderem mit einer überschiessenden Aktivität des Sympathikus in Verbindung gebracht. Akupunktur kann zur Beruhigung des vegetativen Nervensystems beitragen und so möglicherweise Häufigkeit und Intensität der Hitzewallungen reduzieren.

Beeinflussung von Neurotransmittern: Diskutiert wird ein Einfluss auf Serotonin, Endorphine und weitere Botenstoffe, die sowohl an der Schmerzverarbeitung als auch an der Stimmungsregulation beteiligt sind – relevant sowohl für PMS-Symptome als auch für Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren.

Verbesserte Durchblutung im Unterbauch: Bei Menstruationsschmerzen wird eine verbesserte lokale Durchblutung diskutiert, die zur Linderung krampfartiger Schmerzen beitragen kann.

Wichtig zu betonen: Die Forschungslage zu Akupunktur bei hormonellen Beschwerden ist vielversprechend, aber nicht für alle Anwendungsgebiete gleich stark abgesichert. Bei Hitzewallungen in den Wechseljahren etwa zeigen mehrere Studien eine spürbare Reduktion von Häufigkeit und Intensität, bei Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe) ist die Evidenzlage ebenfalls vergleichsweise gut. Akupunktur kann eine sinnvolle ergänzende Option sein – sie ersetzt jedoch keine ärztliche Abklärung, insbesondere wenn die Beschwerden plötzlich auftreten, sich verändern oder mit Warnsymptomen einhergehen.

Die wichtigsten Akupunkturpunkte bei Zyklus- und Wechseljahresbeschwerden

Unsere TCM-Therapeutinnen bei PhysioBasel wählen die Punkte individuell nach Diagnose, Beschwerdebild und Zyklusphase aus. Diese Punkte gehören zu den am häufigsten eingesetzten:

KD 3 – Tai Xi («Grosses Tal») Zwischen Innenknöchel und Achillessehne. Der wichtigste Tonisierungspunkt des Nieren-Meridians – stärkt sowohl Nieren-Yin als auch Nieren-Yang. Zentral bei Wechseljahresbeschwerden und Zyklusunregelmässigkeiten.

MP 6 – San Yin Jiao («Kreuzung der drei Yin») Oberhalb des Innenknöchels. Einer der wichtigsten Punkte der Gynäkologie überhaupt – er vereint die drei Yin-Meridiane von Milz, Leber und Niere. Wird bei praktisch allen Zyklus- und Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. (Nicht in der Schwangerschaft anwenden.)

Le 3 – Tai Chong («Grosser Sturm») Auf dem Fussrücken, zwischen erstem und zweitem Mittelfussknochen. Der Hauptpunkt zur Regulation des Leber-Qi – klassisch bei PMS, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen.

KG 4 – Guan Yuan («Tor zum Ursprung») Unterhalb des Bauchnabels, auf der Mittellinie. Wichtiger Punkt zur Stärkung von Nieren-Energie und Jing, häufig bei Zyklusunregelmässigkeiten und zur Unterstützung bei Kinderwunsch eingesetzt.

Ni 6 – Zhao Hai («Leuchtendes Meer») Unterhalb des Innenknöchels. Nährt das Yin im gesamten Körper – besonders wirksam bei nächtlichen Hitzewallungen und Schlafproblemen in den Wechseljahren.

He 7 – Shen Men («Tor des Geistes») An der Handgelenksinnenseite, kleinfingerseitig. Beruhigt das Herz und den Geist – wichtig bei innerer Unruhe, Herzklopfen und Schlafstörungen in den Wechseljahren.

MP 4 – Gong Sun («Grossvater-Enkel») Am inneren Fussrand. Stärkt die Milz und unterstützt die Blutbildung – wichtig bei schwacher Menstruation und Erschöpfung rund um die Periode.

Bl 23 – Shen Shu («Nierenrückenspunkt») Beidseitig auf Höhe des zweiten Lendenwirbels. Stärkt die Nieren direkt – sowohl bei Zyklusunregelmässigkeiten als auch bei Erschöpfung in den Wechseljahren von zentraler Bedeutung.

Weitere TCM-Methoden bei hormonellen Beschwerden in Basel

Moxibustion bei Kälte- und Yang-Mangel-Mustern

Die Wärmebehandlung mit getrockneten Beifusskräutern eignet sich besonders bei Zyklusbeschwerden mit Kältecharakter (kalte Füsse, Verschlimmerung durch Kälte) und bei Milz-Yang-Mangel in den Wechseljahren. Moxibustion auf Punkten wie KG 4 oder MP 6 wird traditionell auch zur Zyklusregulation eingesetzt, insbesondere in der Woche vor der erwarteten Periode.

Tuina-Massage

Bei Verspannungen im unteren Rücken und Bauchbereich, die häufig mit Menstruationsbeschwerden einhergehen, kann eine gezielte Tuina-Behandlung unterstützend wirken – sie fördert die Durchblutung und kann Verkrampfungen der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur lösen.

Ohrakupunktur

Für Stimmungsschwankungen, innere Unruhe und Schlafprobleme – sowohl bei PMS als auch in den Wechseljahren – wird ergänzend häufig die Ohrakupunktur eingesetzt. Sie kann gut mit der Körperakupunktur kombiniert oder zwischen den Sitzungen als Dauernadel-Anwendung fortgeführt werden.

Ernährungsberatung nach TCM

Da Milz und Nieren über die Ernährung direkt unterstützt werden können, gehört eine individuelle Ernährungsempfehlung bei vielen Patientinnen zum Behandlungsplan – abgestimmt auf das jeweilige Diagnosemuster.

Akupunktur bei Hitzewallungen – ein genauerer Blick

Hitzewallungen gehören zu den am häufigsten genannten Wechseljahresbeschwerden – und zu den Symptomen, bei denen Frauen am häufigsten nach Alternativen zur Hormonersatztherapie suchen oder eine ergänzende Begleitung wünschen.

Aus TCM-Sicht ist bei Hitzewallungen praktisch immer ein Nieren-Yin-Mangel mit aufsteigender Hitze im Spiel – auch wenn die genaue Ausprägung individuell variiert. Manche Frauen erleben vor allem nächtliche Schweissausbrüche (oft ein Zeichen von besonders ausgeprägtem Yin-Mangel), andere vor allem tagsüber auftretende, plötzliche Hitzewellen mit Gesichtsröte (eher ein Zeichen aufsteigender Leber-Hitze).

In der Praxis wählen wir die Punktkombination entsprechend: Bei nächtlichen Schweissausbrüchen liegt der Fokus stärker auf Yin-nährenden Punkten wie KD 3 und Ni 6, bei Leber-Hitze-Mustern kommen zusätzlich Punkte zur Klärung und Regulation der Leber zum Einsatz, etwa Le 3.

Akupunktur und Physiotherapie – sinnvolle Ergänzung bei hormonellen Beschwerden

Hormonelle Umstellungen wirken sich häufig auch auf den Bewegungsapparat aus: Gelenkschmerzen in den Wechseljahren, Verspannungen im unteren Rücken während der Menstruation, oder muskuläre Anspannung durch hormonell bedingte Stimmungstiefs.

Bei PhysioBasel lässt sich Akupunktur deshalb sinnvoll mit Physiotherapie kombinieren. Während die Akupunktur die hormonelle und vegetative Ebene adressiert, kann die Physiotherapie gezielt an Beweglichkeit, Haltung und muskulären Verspannungen arbeiten, die durch die hormonelle Umstellung mitbedingt sein können. Auch Shiatsu wird von einigen Patientinnen ergänzend zur Akupunktur gewählt, vor allem wenn Stressreduktion und Entspannung im Vordergrund stehen.

Ernährung und Lebensstil aus TCM-Sicht

Bei Zyklusbeschwerden

  • Wärmende statt kalte Speisen, besonders in den Tagen vor und während der Periode – kalte Getränke und Rohkost können nach TCM-Verständnis Krämpfe begünstigen

  • Eisen- und blutaufbauende Lebensmittel: rote Beeren, dunkles Blattgemüse, Linsen, mageres Rind- oder Lammfleisch

  • Bewegung statt Schonung: Sanfte Bewegung wie Spazierengehen oder Yoga kann den Qi-Fluss unterstützen – komplette Inaktivität wird in der TCM bei Stagnationsmustern eher als ungünstig betrachtet

In den Wechseljahren

  • Yin-nährende Lebensmittel: schwarzer Sesam, Walnüsse, Algen, dunkle Beeren, Trauben

  • Kühlende statt stark wärmende Speisen bei ausgeprägten Hitzewallungen – scharfe Gewürze, Alkohol und Kaffee können diese nach TCM-Erfahrung verstärken

  • Ausreichend Flüssigkeit und Ruhephasen, um die nächtliche Regeneration (Yin-Aufbau) zu unterstützen

  • Moderate, regelmässige Bewegung: Qi Gong und Tai Chi gelten in der TCM als besonders geeignet, um Yin und Yang in dieser Lebensphase auszugleichen

Wie läuft eine TCM-Behandlung bei PhysioBasel ab?

Schritt 1: Ausführliche Erstanamnese (ca. 60 Minuten)

Im Erstgespräch erfassen wir nicht nur die akuten Beschwerden, sondern auch den gesamten Zykluskontext: Wie regelmässig ist der Zyklus, wie verändert sich die Symptomatik über die Zyklusphasen, wie war der bisherige Verlauf der Wechseljahre? Dazu kommen Fragen zu Schlaf, Verdauung, Energieniveau und emotionalem Befinden.

Ergänzt wird die Anamnese durch:

  • Pulsdiagnose: Gibt Hinweise auf den Zustand von Nieren, Leber und Milz sowie auf die Qualität von Qi und Blut.

  • Zungendiagnose: Farbe, Form und Belag der Zunge liefern weitere wichtige diagnostische Informationen.

Schritt 2: Individuelle TCM-Diagnose und Behandlungsplan

Auf Basis der Anamnese erstellt die Therapeutin eine individuelle Diagnose und einen darauf abgestimmten Behandlungsplan – inklusive Empfehlung zur optimalen Behandlungsfrequenz über den Zyklus oder den Behandlungszeitraum hinweg.

Schritt 3: Behandlung (ca. 45–60 Minuten)

Nach dem Setzen der Nadeln ruhen Sie 20–30 Minuten entspannt auf der Behandlungsliege. Je nach Diagnose werden ergänzend Moxibustion, Ohrakupunktur oder Tuina integriert.

Schritt 4: Verlaufskontrolle

Bei Zyklusbeschwerden ist es sinnvoll, die Behandlung über mehrere Zyklen hinweg zu begleiten, da sich Effekte oft erst nach 2–3 Zyklen vollständig zeigen. Bei Wechseljahresbeschwerden wird der Plan regelmässig an den Verlauf angepasst.

Kosten und Krankenkasse

Kosten: TCM-Behandlungen bei PhysioBasel werden nach Tarif 590 im 5-Minuten-Takt abgerechnet. Der Stundensatz beträgt CHF 150 bis 180.

Krankenkasse: Dank EMR-, ASCA- sowie Visana- und EGK-Zertifizierung wird Akupunktur von den meisten Schweizer Zusatzversicherungen anerkannt. Die Höhe der Rückerstattung hängt vom individuellen Versicherungsmodell ab. Wir empfehlen, die genauen Bedingungen vorab direkt mit der Krankenkasse zu klären.

Eine ärztliche Verordnung ist in der Regel nicht notwendig – Termine können direkt online gebucht werden.

Häufige Fragen (FAQ)

Wann im Zyklus sollte ich mit der Akupunktur beginnen? Das hängt von der Beschwerde ab. Bei PMS-Symptomen ist es oft sinnvoll, etwa eine Woche vor der erwarteten Periode mit der Behandlung zu beginnen. Bei Zyklusunregelmässigkeiten oder zur Kinderwunschbegleitung wird häufig über den gesamten Zyklus hinweg behandelt. Wir besprechen die optimale Frequenz individuell mit dir.

Wie viele Sitzungen sind bei Wechseljahresbeschwerden empfehlenswert? Als Orientierung: Viele Patientinnen berichten von ersten spürbaren Veränderungen nach 4–6 Sitzungen. Da die Wechseljahre ein längerer Übergangsprozess sind, ist häufig eine Begleitung über mehrere Monate sinnvoll – mit anfänglich wöchentlicher, später monatlicher Frequenz.

Kann Akupunktur eine Hormonersatztherapie ersetzen? Akupunktur ist keine medikamentöse Hormontherapie und ersetzt diese nicht im klassischen Sinn. Sie kann jedoch eine sinnvolle ergänzende oder alternative Option sein, insbesondere für Frauen, die aus persönlichen Gründen oder aus medizinischen Kontraindikationen keine Hormonersatztherapie wünschen. Diese Entscheidung sollte immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der Gynäkologin getroffen werden.

Hilft Akupunktur auch bei unerfülltem Kinderwunsch? Akupunktur wird häufig ergänzend zur schulmedizinischen Kinderwunschbehandlung nachgefragt, unter anderem zur Unterstützung eines regelmässigen Zyklus und zur Stressreduktion. Sie kann eine sinnvolle ergänzende Option sein, ersetzt aber keine fertilitätsmedizinische Abklärung und Behandlung.

Ist Akupunktur während der Periode möglich? Ja, grundsätzlich ist eine Behandlung während der Menstruation möglich und bei Schmerzen sogar oft besonders wirksam. Manche Punkte werden während der Blutung jedoch bewusst ausgespart – die Therapeutin passt die Punktauswahl entsprechend an.

Wie lange dauert es, bis sich Zyklusbeschwerden durch Akupunktur verändern? Da der weibliche Zyklus ein wiederkehrender, etwa monatlicher Prozess ist, lässt sich die Wirkung am besten über mehrere Zyklen hinweg beurteilen. Viele Patientinnen bemerken bereits im ersten oder zweiten behandelten Zyklus eine Veränderung der Symptomintensität.

Brauche ich eine ärztliche Überweisung für die TCM-Behandlung? Nein. Du kannst direkt einen Termin bei uns buchen – ganz ohne Arztrezept. Eine begleitende gynäkologische Abklärung ist bei neu auftretenden, starken oder sich verändernden Beschwerden jedoch sinnvoll und empfehlenswert.

Jetzt Termin buchen – TCM und Akupunktur bei Zyklus- und Wechseljahresbeschwerden in Basel

Hormonelle Umstellungen gehören zum Leben – sie müssen aber nicht zwangsläufig mit starken Beschwerden einhergehen. Mit einer individuellen, auf dein Muster abgestimmten TCM-Behandlung lässt sich oft viel erreichen. Unsere TCM-Therapeutinnen bei PhysioBasel begleiten dich gerne auf diesem Weg.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder gynäkologische Diagnose. Bei plötzlich auftretenden, ungewöhnlich starken oder sich verändernden Beschwerden, bei Zwischenblutungen oder Blutungen nach der Menopause sowie bei Verdacht auf eine zugrundeliegende Erkrankung suche bitte umgehend ärztlichen Rat.

 
 
 

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