Langsam und schleichend-
die Hüftarthrose

Oft kommen Patienten zu uns in die Praxis mit einer Hüftarthrose.

Aufgrund der Diagnose sind sie oft von Angst und Ungewissheit geplagt. Doch was sich so schlimm anhört, entpuppt sich oftmals als Begleiterscheinung des Älterwerdens, die wir gemeinsam gut in Griff bekommen können.

Ein Szenario, wie dargestellt spielt sich oft beim Arzt ab, der die Diagnose mittels einem Röntgenbild oder MRI stellt und bei vielen Patienten Panik auslöst. 

 

Doch die Hüfte ist nicht kaputt!

Viele Menschen vor allem über dem 50. Lebensjahr haben im Röntgenbild Arthrosen. Zum Glück löst diese nicht bei allen Menschen Schmerzen aus, sodass ein Leben mit Arthrose oft normal verläuft.

Auch stellte man in Studien fest, dass ein starker Abrieb des Gelenkes nicht mit der Stärke der Schmerzen zusammenhängt. Also keinen Grund zur Panik. Bei Personen ab 65 Jahren sind knapp die Hälfte der Frauen und knapp ein Drittel der Männer betroffen. Demnach sind sehr viele Menschen von Arthrosen betroffen.

 

Von kaputt spricht man, wenn etwas defekt ist und nicht mehr funktioniert. Die Hüfte funktioniert, trotz Arthrose (auch wenn sie eventuell schmerzt). Denn wenn nicht, könntest du nicht mehr laufen. Wähle daher deine Wörter bewusst, denn auch der eigene Körper kann sich gekränkt fühlen, wenn wir ständig negativ über ihn denken. Somit schaffst du ein innerliches Unwohlbefinden. Kurz gesagt: Worte sind mächtig :P

Also versuche es von der positiven Seite zu sehen:
"Mein Körper ist stark, er trägt mich schon mein ganzes Leben!"

 

Zurück zur Hüftarthrose: Die Hüftarthrose stellt einen nicht entzündlichen Zustand des Hüftgelenks dar, der durch "Abnutzung" (degenerativ) entsteht. Sie gehört zur häufigsten degenerativen Gelenkerkrankung. Man unterscheidet zwischen der primären und sekundären Hüftarthrose. Die primäre Hüftarthrose entsteht ohne eine erkennbare Ursache. Man vermutet, dass Faktoren wie Bewegungsmangel oder eine unphysiologische Belastung eine Rolle spielen.

 

Hingegen entsteht die sekundäre Hüftarthrose als Folge einer Vorschädigung wie bsw. einer Hüftdysplasie. 

Habe ich das? - Symptome:

Eine eindeutige Diagnose kann nur der Facharzt (Orthopäde) stellen. Die Symptome können auch auf etwas anderes hindeuten, aber typische Symptome bei der Hüftarthrose sind in der Regel:

  • Morgensteifigkeit der Hüfte >30 und <60 Minuten

  • Schmerzhafte Innenrotation des Beines

  • Strümpfe anziehen (Kapselmuster) ist schmerzhaft

  • Gehstrecke ist vermindert

  • Schmerzen in der Leiste, die bis ins Knie ziehen können

 

Wie kann ich der Hüftarthrose vorbeugen?:

  • in Bewegung bleiben (auch im Alter), denn wie heisst es so schön? “Wer rastet der rostet” ;-)

  • Muskelkräftigung, denn ab dem 30.ten Lebensjahr baut sich pro Jahr bis zu maximal 1% der Muskelmasse ab!
    Somit ist es wichtig, die Muskeln zu kräftigen und einem Muskelabbau entgegenzuwirken! 

  • Gewicht unter Kontrolle halten. Denn zu viele Kilos wirken sich nicht nur negativ auf die Cholesterinwerte aus, sondern auch auf die Knochen. Vor allem bei Knie-und Hüftarthrosen kann der Schmerz entscheidend durch eine Gewichtsabnahme reduziert werden.  Falls du schon ein ideales Gewicht hast ignoriere diesen Punkt!

  • Muskeldehnungen
     

Was kann ich gegen den Schmerz tun?

Da es häufig zu Bewegungseinschränkungen bei der Hüftarthrose kommt, möchten wir dir eine Dehnung zeigen, die du gerne daheim machen kannst - auch ohne Arthrose ;-)

Hast du schon den Beitrag für ein schnelles Ganzkörperaktivitätsprogramm gelesen?

 

Ausgangsstellung: Lege dich flach auf dein Sofa, Bett oder Boden. 

 

Durchführung: Beuge das nicht-betroffene Bein an. Nun umschliesse mit deinen Händen deinen Oberschenkel oder Knie. Ziehe mit deinen Händen den Oberschenkel so weit es geht zu deinem Bauch. Das ausgestreckte, betroffene Bein versucht nicht vom Boden abzuheben. Mindestens 30 Sekunden diese Position halten- lächeln und atmen nicht vergessen - und dann das Bein wechseln.

 

Sollte dir diese Übung starke Schmerzen bereiten sprich uns Physiotherapeuten an. Ggf. können wir dir eine andere Übung zeigen oder die Ausgangslage optimieren und dich persönlich Beraten.

Was können wir in der Physiotherapie für dich tun:

 

Physiotherapie spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung und Prävention von deiner Hüftarthrose. Mögliche Ziele gegen deinen Schmerz können sein: die Kraft, die Beweglichkeit und die Bewegungsfreiheit zu verbessern.

Massnahmen die wir ergreifen können:

  • Osteopathie

  • Untersuchung der Hüfte unter Berücksichtigung und Ausschliessung anderer Erkrankungen (Differenzialdiagnosen)

  • Schmerzmanagement

  • individuell abgestimmtes Trainingsprogramm

  • Manuelle Therapie

  • weitere Kräftigungsübungen

  • Dehnen

  • Massage/ Triggerpunkttherapie

  • Taping

  • Stosswellentherapie (falls dich die Stosswellentherapie interessiert dann lies  hier  auch unseren Beitrag)

  • Elektrotherapie 

  • Ultraschalltherapie

  • Kälte- oder Wärmetherapie 

  • Haltung und Gleichgewicht verbessern

  • Ernährungsberatung bei Arthrose 

  • uvm.

 

Fakt ist -leider-, dass die Hüftarthrose im Gelenk sich nicht verbessern kann. Das bedeutet die Degeneration ,die bereits da ist, wird bleiben. Jedoch kann sich der Schmerz und die Funktionseinschränkung deiner Hüfte mittels einer individuellen Therapie minimieren oder vollständig gelöst werden.

 

Wenn deine Hüfte dich ständig plagt oder du präventiv etwas für deinen Körper machen willst, dann unterstützen und beraten wir dir dich gerne individuell mit dem Ziel, langfristig schmerzfrei zu sein. 

Merke:

Verzweifle nicht, wenn der Schmerz nicht von heute auf morgen weg geht.

Wir, deine Physiotherapeuten von PhysioBasel, unterstützen und beraten dich gerne dabei, langfristig schmerzfrei zu sein. Also ruf uns an unter 078 667 77 93 oder vereinbare direkt online deinen Termin mit uns.

 

Gesunde Grüsse

Dein PhysioBasel-Team ! 

Dehnung bei Hüftarthrose. In unserem Blog zum Thema findest du mehr dazu heraus.